Wer bin ich wirklich? Was macht mich aus? Und wie kann ich ein erfülltes Leben führen?
Diese Fragen stellen sich Menschen seit Jahrhunderten. Denn die Suche nach dem Selbst ist keine moderne Erfindung – sie ist so alt wie die Menschheit selbst und tief verwurzelt in Philosophie, Religion und Psychologie.
Und gerade in unserer heutigen, schnelllebigen Welt ist der Wunsch nach Selbstfindung aktueller denn je. Schon lange ist Yoga und Breathwork in unserem Alltag angekommen, noch vor ein paar Jahren war das „Müsli-Essern mit selbstbestricktem Wollpulli“ vorenthalten.
Doch was bedeutet es eigentlich, sich selbst zu finden?
Woher kommt dieser Drang, sich mit der eigenen Identität zu beschäftigen? Und kann Selbstfindung auch ihre Schattenseiten haben?
Ein Blick in die Geschichte: Woher kommt das Bedürfnis nach Selbstfindung?
Die Suche nach dem „wahren Selbst“ ist keine moderne Erscheinung. Schon die antiken Philosophen fragten nach der Essenz des Menschseins. Sokrates prägte den berühmten Satz: „Erkenne dich selbst.“ Damit meinte er, dass wahre Weisheit darin besteht, sich seiner eigenen Stärken, Schwächen, Werte und Überzeugungen bewusst zu sein.
Alternative Wege der Selbstverwirklichung
In den 1960er- und 70er-Jahren nahm das Thema mit der Hippie-Bewegung und dem HumanPotential Movement eine neue Dimension an. Reisen nach Indien, Meditation, freie Liebe – viele junge Menschen suchten nach alternativen Wegen zur Selbstverwirklichung und hinterfragten gesellschaftliche Normen. Das ist auch die Geburtsstunde meines Heldenreise Seminars. Paul Rebillot, Theaterregisseur, Schauspieler und Gestalt-Therapeut erfand in einer spirituellen Krise dieses wundervolle Seminar.
Warum ist Selbstfindung so wichtig?
Unsere Gesellschaft gibt uns viele Rollen vor: Wir sollen Karriere machen, eine glückliche
Beziehung führen, gesund leben – und das alles mit Leichtigkeit. Doch wer sich nur nach äußeren Erwartungen richtet, verliert schnell den Kontakt zu sich selbst. Selbstfindung bedeutet, herauszufinden, was uns wirklich antreibt, welche Werte uns leiten und was uns erfüllt.
Drei gute Gründe, warum Selbstfindung dein Leben bereichert:
- 1. Mehr Klarheit und bessere Entscheidungen
- 2. Authentizität und innere Zufriedenheit
Menschen, die wissen, wer sie sind und was sie wollen, strahlen oft eine besondere Ruhe aus. Sie müssen sich nicht verstellen oder anpassen, sondern leben in Einklang mit sich selbst.
- 3. Resilienz und emotionale Stärke
Wer sich selbst besser versteht, kann mit Krisen und Herausforderungen souveräner
umgehen. Selbstfindung hilft dabei, alte Muster zu erkennen und neue Wege zu gehen.
Wie finde ich heraus, wer ich wirklich bin?
Selbstfindung ist keine Einbahnstraße und schon gar kein schneller Prozess. Es gibt jedoch einige bewährte Wege, die helfen können, sich selbst näherzukommen:
- Tagebuch schreiben: Regelmäßiges Schreiben kann helfen, Gedanken und Gefühle zu sortieren. Was beschäftigt dich? Welche wiederkehrenden Themen tauchen auf?
- Neue Erfahrungen machen: Manchmal erkennen wir erst, wer wir sind, wenn wir aus unserer Komfortzone treten. Reisen, neue Hobbys oder Begegnungen mit inspirierenden Menschen können den Horizont erweitern
- Achtsamkeit und Meditation: Wer regelmäßig innehält und sich bewusst mit seinen Gefühlen auseinandersetzt, entwickelt ein feineres Gespür für sich selbst.
- Feedback von anderen einholen: Manchmal sehen andere Dinge in uns, die uns selbst gar nicht bewusst sind. Ein ehrliches Gespräch mit Freunden oder ein Coaching kann aufschlussreich sein.
Kann Selbstfindung auch gefährlich sein?
So wichtig es ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, so kann die Selbstfindung auch ihre Tücken haben:
- Perfektionismus
Manche Menschen setzen sich unter Druck, eine „perfekte“ Version ihrer selbst zu finden. Doch Selbstfindung ist kein Wettbewerb – es gibt kein fertiges Ergebnis,
nur eine ständige Entwicklung.
- Flucht vor der Realität
Wer sich zu sehr mit sich selbst beschäftigt, kann Gefahr laufen, sich von der Außenwelt abzuschotten. Es ist wichtig, auch im Hier und Jetzt zu leben und nicht in einer Dauerschleife der Selbstanalyse stecken zu bleiben.
- Überforderung
Tiefgreifende Selbsterkenntnis kann manchmal schmerzhaft sein. Alte Wunden oder unangenehme Wahrheiten können auftauchen – daher kann es hilfreich sein, sich professionelle Begleitung zu suchen.

Fazit: Selbstfindung ist ein lebenslanger Prozess
Die Selbstfindung ist eine lebenslange Reise, die Mut, Neugierde und Selbstmitgefühl erfordert. Es bedeutet nicht, ein perfektes Selbstbild zu schaffen, sondern sich immer wieder mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Es ist eine Reise, die uns herausfordert, unsere Komfortzone zu verlassen...
…uns mit unseren Schattenseiten zu konfrontieren und unsere wahre Essenz zu entdecken. Indem wir uns auf diese Reise einlassen, können wir ein erfüllteres, authentischeres und sinnvolleres Leben führen.
Und solange du dir erlaubst, ehrlich mit dir selbst zu sein, bist du bereits mitten auf der Reise.